Sonntag, 23. August 2015

Sonntagsfreude - Und sie geht doch ....

Wer schon länger bei mir mitliest, muss sich denken, Frau Junischnee ist zum Faultier mutiert. Leider ist das nur all zu wahr. Ja, es war sehr heiß in diesem Sommer, aber das ist nur eine schwache Ausrede, ich bin schon lange Zeit unmotiviert gewesen und nicht in die Puschen Wanderschuhe gekommen. Langsam wird's wieder, wobei natürlich eine Fünf-Tage-Arbeitswoche von acht bis fünf nicht soviel Wandermöglichkeiten bietet, wie der Vier-Tage-Schichtdienst, den ich zu Anfang meiner Blog- und Pilgerzeit hatte.

Pilgertage mit Vorbereitungstouren gab es auch in diesem Jahr, aber die liegen schon ein Weilchen zurück. Mädels-Pilgern anlässlich meines Geburtstages hat heuer als Halbtagestour stattgefunden und sonst kann ich nicht viel berichten. In letzter Zeit habe ich mich dann aber nach Feierabend einmal wöchentlich mit meiner Freundin Angelika aus Seefeld getroffen und wir haben größere Runden gedreht.

Und vielleicht hat meine seit sechs Wochen andauernde Umstellung auf kohlehydrat-arme Ernährung (die ich-weiß-nicht-wievielte) und die damit verbundene kleine Gewichtsabnahme dazu beigetragen, das ich endlich wieder munterer werde.

Animiert durch einen Wandervorschlag im Münchner Merkur vom vergangenen Wochenende habe ich heute meinen Rucksack gepackt und mich alleine auf den Weg gemacht, da meine Freundinnen etwas anderes vorhatten.

Begonnen habe ich den Sonntag mit einer Heiligen Messe in meiner Lieblings-Kirche,


danach ging es weiter Richtung Unterammergau. Der Parkplatz war um 10.30 Uhr schon proppenvoll, wo wollen die bloss alle hin ??? 



Ich möchte durch die Schleifmühlklamm zum Steckenbergkreuz, laut Beschreibung in meinem Zeitungsauschnitt eine leichte Wanderung für Familien mit Kinder, minimale Trittsicherheit in der Klamm ist erforderlich. Die Wahrnehmung eines jeden Einzelnen ist durchaus unterschiedlich, für mich war es nicht so einfach, und die Stunde Aufstieg hat bei mir bei weitem nicht ausgereicht. Trittsicherheit ist - meines Erachtens - auf dem ganzen Weg von Nöten. Leider bin ich ja nicht so arg trittsicher und wenn ich dann schon aus der Puste vom bergauf gehen bin, werde ich noch unsicherer.



In der Klamm ist es ganz wunderbar, das Rauschen der Wasserfälle übertönt die Geräusche der Wanderer, ich gehe langsam und genieße die frische Luft. Dank Geländer und einmal einem Seil an der Wand komme ich gut bis oben hin, zurück gibt es ja eine andere Möglichkeit.





Am Klammende gehe ich erst einmal in die falsche Richtung, dafür begegnet mir der Hl. Christopherus.

Nochmal die Beschreibung lesen, das "links" gilt gleich beim Klammausgang. Also gschwind die paar Meter zurück und auch gleich den "Einstieg" in den Waldweg gefunden




Der Waldweg ist eigentlich wunderschön, für mich aber doch eine ganz schöne Herausforderung,
schmal, steil, über Stock und Stein. Auf der einzigen Bank, die Gott-sei-Dank nicht direkt am "Abgrund" steht, mache ich eine Pause, stärke ich mich mit Weintrauben und warte auf drei Frauen, die irgendwo hinter mir kommen müssen.


Nach einem Weilchen haben sie mich erreicht und ich frage, ob ich mich für den Rest des Weges anschließen darf. Ich darf :-)) und schaffe es in netter Begleitung bis zum Steckenbergkreuz.


Nach einem letzten steilen Anstieg wird man hier oben mit toller Aussicht und einem schattigen Rastplatz belohnt. Eine ganze Weile sitzen wir dort, es wird richtig voll, viele Familien mit kleinen Kindern haben sich dieses Ziel ausgesucht. Die drei netten Wanderinnen nehmen mich auch wieder mit nach unten, ein Stückerl muss man den Steig zurück gehen, dann kann man über einen "Karrenweg" und später auf der Pürschling-Forststraße flott nach Unterammergau zurück wandern.



Zur Belohnung gibts im Theatercafe in Oberammergau leckeren Kuchen und einen guten Cappucchino, das habe ich mir redlich verdient :-))


Sonntagsfreude: 
In Bewegung kommen und über den eigenen Schatten springen

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... 
die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun 
oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die auf 60°Nord weitergeführt wird

Kommentare:

  1. Ist doch schön wenn sich gleichgesinnte finden und gemeinsam gehen können.
    Ich mag es auch nicht wenn etwas als leicht beschrieben wird, und es sich dann nicht so ist in Wirklichkeit. Aber wenn’s dann geschafft ist, darf man mit recht Stolz sein.

    L G Pia

    AntwortenLöschen
  2. ...das sieht nach einer wirklich schönen Tour,
    die würde ich auch gerne mal gehen...besonders im heißen Sommer ist es in der Klamm so angenehm...wie schön, dass du nette Wanderbegleitung gefunden hast,

    LG Birgitt

    AntwortenLöschen
  3. Das hört und sieht sich so toll an!! Und Dein Spruch am Schluss klingt ganz viel an bei mir, sind es doch immer wieder die gleichen Sätze, die mich irgendwo wieder begegnen und mir ein Zeichen geben wollen.
    Vielen Dank für Deinen schönen Beitrag!
    herzlich, Rita

    AntwortenLöschen