Dienstag, 2. April 2013

Ostermontag-Nachlese ...

"Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten ... " (Lukas 24-13-15)

Nach Emmaus sind wir nicht gegangen, meine Freundin Irmgard und ich, aber von Seeshaupt am Starnberger See über Hohenberg zurück nach Seeshaupt, ca. 18 km sind es wohl. Am 04. Mai bieten wir einen Pilgertag auf diesem Wegstück an und so war ein Vorbereitungstag angesagt.

Bitterkalt, reichlich Schnee, aber auch ein bisserl Sonne - und richtig schee war's. Zeit ist's gword'n, dass wir wieder den Rucksack nehmen und den ganzen Tag unterwegs sind. Auch wenn es morgens erstmal so ausgesehen hat:





In der Seeshaupter St.-Michaelskirche probte der Kirchenchor, eine stimmungsvolle Begrüßung für diesen Tag. Und ein wunderschönes Altarbild gibt es, das hat mir bei meinem ersten Besuch schon so gut gefallen.



Dass Bambus winterhart ist, habe ich im Seeshaupter Schaugarten gesehen, leider ist er noch nicht offen, aber ein Blick über den Zaun gibt ein bisschen Zuversicht:


Pünktlich zur Mittagsbrotzeit erreichen wir die Kirche von Pollingsried, das Bankerl unterm Vordach ist trocken und ein paar Sonnenstrahlen kriegen wir auch ab, da kann man dann schon ein bisserl rasten.



Wenn man genau hinschaut, beim achtsamen, oft schweigenden Gehen, ist auch ein Hauch Frühling zu entdecken:



"Dankbar annehmen, was uns am Wegesrand begegenet", ist das Tagesthema. Und einer der Texte ist mir gut in Erinnerung geblieben: "Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück. Wer dankbar ist, kann nicht unglücklich sein."

Mir hat dieser Tag soooo gut getan, der Austausch mit Irmgard, die ich lange nicht gesehen habe, das Unterwegs sein, beim Schweigen meinen Gedanken nachhängen und langsam aus der Lethargie der ersten drei Monate diesen Jahres erwachen. Genug Grund zur Dankbarkeit habe ich - leider vergesse ich das im Hamsterrad des Alltags nur zu oft.

Dankbar waren wir, gut wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen zu sein. Und dankbar haben wir unser Schlußlied "Nun danket all und bringet Ehr ..." gesungen - nicht einmal der verwirrte Blick einer älteren Hundebesitzerin konnte uns abhalten.




Kommentare:

  1. Ja das stimmt mit der Dankbarkeit. Danke fürs erinnern, denn das geht wirklich gerne im Alltag etwas vergessen.
    Lieben Gruß
    Sabine

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  2. Sich über kleine Blümchen am Wegesrand zu freuen ist Dankbarkeit.
    Die Menschheit wäre zufriedener wenn mehr Dankbarkeit wäre.
    LG Hannelore

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  3. Du machst mir gerade große Lust aufs Wandern. Wenn sich unsere Lebensumstände nach dem Umzug irgendwann wieder beruhigt haben, möchte ich mich schon gerne mal anschließen - sei es beim organisierten Pilgern oder einfach mal so: irgendwann kriegst mal eine Anfrage von mir! Bis dahin lese ich hier von deinen Wegen... und wünsch dir auf allen "viel Glück und viel Segen"!
    Brigitte

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