Montag, 24. Oktober 2011

Gesammelte Werke ...

... aus der Klosterwoche

Dank eines total geregelten Tagesablaufes in der letzten Woche habe ich doch so einiges fertig bekommen.

Ich war leider immer sehr früh wach - meist schon vor sechs Uhr. Um 6.15 Uhr gab es von Di - Fr je einen "wake-up-call" für meine Jungs. Danach habe ich mir eine Tasse Tee aufgebrüht und bis 7.30 Uhr genadelt.

Vor dem offenen Fenster mit Seeblick



wurde dann der Tai-Chi-Morgengruß gemacht, danach ab in die Dusche, ausgehfein gemacht und das Zimmerchen aufgeräumt.

Es war wunderschön, jeden Morgen von meinem Bett aus das Hellwerden zu beobachten. Über dem See war jeden Tag eine andere Stimmung - einfach traumhaft.

Nach einem leckere Frühstück in netter Gesellschaft gab es dann ab und an ein bisschen Lektüre der Süddeutschen Zeitung, einen Plausch mit der diensthabenden Pfortenschwester, einen Büchereibesuch, Telefonate und dann ging es wieder an die Nadeln.

Pünktlich um 12.15 Uhr hat sich die Schar der Gäste wieder im Speisesaal eingefunden. Am Tisch für die Einzelgäste war viel Wechsel, aber immer nette Leute. Täglich gab es ein leckeres Essen mit Suppe, Salat, Hauptgang und liebevoll angerichtetem Nachtisch. Anschließend ein Nickerchen, ein bisserl stricken und dann ab in die Stüberl zum Kaffee mit Kuchen. Der Rest der Nachmittage verging mit Stricken bzw. am Mittwoch mit einem langen Spaziergang.

An einigen Abenden habe ich um 17.30 Uhr am Vesper-Gebet der Schwestern teilgenommen. Obwohl ich leider nicht mitsingen kann, hat diese halbe Stunde einen besonderen Wert der Ruhe und Besinnung für mich.
Nach dem Abendessen wurde noch ein bisschen geplaudert, der tägliche "Kontrollanruf" beim Nachwuchs erledigt und mit Ausnahme von Dienstag und Freitag habe ich ein Weilchen gestrickt, mir noch einen Abendtee aufgegossen und dann noch ein bisschen gelesen.

Die ruhigen Abende ohne Internet, TV- und Radiounterhaltung sind etwas ganz Besonderes und vergehen leider viel zu schnell.

Alles in allem war es eine wunderbare Woche, die ich sicher wiederholen werden.

So, nun aber hier die gesammelten Werke:

Fünf Filzsterne und ein Filztäschchen werden heute den Weg in die Waschmaschine finden


 Fünf Armstulpen habe ich fertig bekommen - es fehlt überall noch das Gegenstück:



Ein Cowl und eine Mütze müssen noch vernäht werden



und es tummeln sich noch ein nicht zusammengehäkeltes Nadelkissen, ein halber Loop, ein Stückchen Kinderpullunder und der Anfang einer Mütze im Körbchen. Also, es gibt noch viel zu tun ....

Vier Stunden habe ich am Samstag mit dem Befilzen eines Chiffonschales verbracht. Für ein erstes Mal und meine begrenzte Kreativität bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis. Es hat Spaß gemacht, wird aber sicherlich nicht mein neues Hobby werden.




Jetzt ist erstmal wieder Schluß mit bloggen, es wartet viel Arbeit auf mich. Diese geschenkte Urlaubswoche muß mit Hausarbeit gefüllt werden und natürlich auch mit Stricken. Der PC-Konsum wird zurückgefahren auf ein Minimum - hoffentlich klappt das so, wie ich mir das vorgenommen habe.

Und am Ende dieser Woche werde ich berichten!



Kommentare:

  1. Da hast du jede Menge schöne Sachen gearbeitet,und gleichzeitig gestärkt an Leib und Seele nach hause gekommen.
    Ich wünsche dir daß die Kraft lang nachwirkt,
    lg Hannelore

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  2. So ein geregelter Tagesablauf der hat schon was für sich. Nicht umsonst haben die Klostergemeinschaften in allen Jahrhunderten Großartiges geleistet.
    Und diese Abende in Klausur so ganz ohne Medienbeeinflußung haben auch ihren Reiz. Ich weiß nur nicht, wie's aussieht, wenn das zum Alltag wird, ob man dann nicht wieder raus will, so wie unsereiner zumindest zeitweise hinein möchte.
    Ich finde es wunderbar, wie Du Dir diese Woche gestaltet hast, liebe Christine und denke, dass Du Dir schon viel für den Alltag mitnehmen konntest.
    Und jetzt noch eine Urlaubswoche zum "Verarbeiten" dazu, das ist doch ein Idealfall, den ich Dir von Herzen gönne.
    Alles Liebe, Sylvia

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  3. Schön, dass du wieder da bist und so eine tolle Woche genießen konntest. Tolle Sachen hast du "gehandarbeitet"
    Lieben Gruß Sabine

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  4. Das Befilzen eines Chiffonschales wollte ich auch schon einmal ausprobieren, aber noch traue ich mir das nicht zu. Schöne Handarbeiten Junischnee - wie immer.
    Viele Grüße aus Bärlin - Dela

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