Montag, 5. September 2011

Langes Wochenende

 
Die Brunnsteinhütte stand am Freitag zum zweiten Mal in diesem Jahr auf dem Programm. Angelika und ich hatten uns für 13.00 Uhr an der Tiroler Landesgrenze verabredet. Musste es nun ausgerechnet anfangen zu regnen, als ich losfahren wollte? Als ich am Treffpunkt war, hatte es aber bereits wieder aufgehört, dafür war es sehr schwül und wir nach kurzer Zeit nassgeschwitzt.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, die haben seit meinem letzten Besuch die Hütte um etliche Höhenmeter nach oben versetzt ;-))

Nach gut zwei Stunden und unveränderten ca. 600 Höhenmetern kamen wir aber endlich an und wurden mit toller Aussicht und einem schönen Platz auf der Terrasse belohnt. Als spätes Mittagessen gab es eine gute Fleischbrühe mit Spinatnocken und zum Haferl Kaffee je ein halbes Stück leckeren Käse-Streuselkuchen – wir wollen es ja nicht übertreiben!

Und während wir da so saßen, wurde es immer schöner und bei strahlend blauem Himmel und Spätnachmittagssonne haben wir uns an den Abstieg gemacht – denselben wie den Aufstieg. Die Hängebrücke habe ich diesmal nur von weitem in Augenschein genommen.

Die Kamera hatte ich leider nicht dabei, also werde ich noch einmal raufsteigen – im nächsten Jahr …



Der Samstag war Ausruh- und Schwester-Besuchstag.
Ausruhtag deswegen, weil Schwesterchen mit ihrer kleinen Zehe am Türrahmen hängengeblieben und leicht lädiert war. Meinem Mordsmuskelkater in Oberschenkeln und Waden kam das doch sehr entgegen.

Das Programm braucht eigentlich nicht mehr näher erläutert werden, aber weil's immer soooo schön ist nochmal in voller Länge:
Leckeres Frühstück von Susie liebevoll zubereitet, Wolle, Strickzeitschriften und neue Werkstücke gucken, stricken, bzw. diesmal häkeln. Ich habe (im Tausch für benötigte Füllwatte) ein Nadelkissen für Susie gemacht und es ist mir ganz gut gelungen.



Der obligatorische Spaziergang diesmal nur ein Kurzer (siehe oben) zum Bauernhofcafé mit schönem Garten und leckerem Zwetschgendatschi. Dann noch ein bisschen stricken und schon wieder Abschied.

Auf dem Heimweg halte ich nun endlich mal am Ziegenhof in Fleck an und mache meinem Sohn Freude mit dem erstandenen Ziegenfrisch- und Hartkäse und Ziegen-Kamiwurzen. Dafür gibt er mir die Ehre eines gemeinsamen Abendessens auf dem Balkon.


Und Sonntag wieder Wandertag – diesmal mit meinem großen Sohn, ich hab mich sehr gefreut.

Wie auch schon am Freitag kurz vor dem Aufbruch leichter Regen. Aber als wir am Startpunkt unterhalb des Gschwandtnerbauern das Auto abstellen ist es schon trocken, aber auch ziemlich „dampfig“.





Und auch hier geht es mal wieder gleich bergauf, warum tu ich mir das eigentlich immer an??? Weil’s halt doch scheee is …. Ob der Junior das auch so sieht?










Auch wenn es heute nur 250 Höhenmeter sind, bin ich nassgeschwitzt, als wir nach gut 1 ¾ Stunden unser Etappenziel Esterbergalm erreichen.




Ich Suppenkasperl freue mich über eine gute Leberspätzlesuppe. Dann marschieren wir weiter, an der Farchanter Alm vorbei










zur Finzalm (ca. 1 ¼ Stunde).  Ein bisserl herbstelt es schon.

Der Almhirt Max, den ich Anfang August schon auf der Krüner Alm besucht hatte, ist inzwischen mit seinem Vieh und Sack und Pack auf der Niederalm angekommen und kredenzt mir wieder einen alkoholfreien Russ’ und dem „Kind“ ein Spezi. Nach ein bisserl Ratsch geht es an die letzte Etappe, kurzer Aufstieg und von nun an geht’s bergab durch die Finzklamm Richtung daheim.



Mit einem Burschen ist es doch ganz anders wandern. (Das ist mir unterwegs schon aufgefallen. Angelika, Susie und ich haben ungefähr den gleichen Schritt und das gleiche Tempo. Ein Mannsbild hat aber doch eine ganz andere Beinlänge und ein flotteresTempo. Und ich stelle wieder mal fest, dass Pauli die Gangart von meinem Papa geerbt hat). Als ich kurz vor Ende der Klamm jammere, dass es nun doch vor dem Wehr und der Brücke noch einmal bergauf und wieder bergab ginge, meint er „dann geh' ma hoit übern Bach“ und baut mir sogar aus großen Steinen einen etwas wackligen Überweg. Allerdings hat diese vermeintliche Abkürzung noch ein „Häkchen“ – ich muß am Wehr über einen nicht mehr ganz taufrisch aussehenden Steg gehen und zu guter Letzt über ein Gatter steigen *grrrr*. Wenigstens nimmt mir mein Sohn meinen wieder mal viel zu großen Rucksack ab, spart aber nicht mit dummen Bemerkungen, bis ich endlich auf der anderen Seite ankomme. Ich respektiere seinen Wunsch, nicht im Großformat hier auf dieser Seite zu erscheinen, daher kann ich das Hindernis auch nicht zeigen.

Zum Abschluß darf es nochmal Kuchen sein. Ein paar hundert Meter von daheim entfernt, im Café Einkehr – Maximilianshof genießen wir noch ein paar letzte Sonnenstrahlen, bevor es sich bewölkt.
Ja und Kinotag war am Sonntag auch noch. Angelika und ich hatten uns zum „Sommer in Orange“ verabredet und – oh Wunder, Pauli ist auch mitgekommen. Was haben wir gelacht – einfach sehenswert. Und sooo auf unser Heimatdörfchen umsetzbar …

Ein wahrlich tolles Wochenende habe ich gehabt !!!!






1 Kommentar:

  1. Christine ich freue mich immer sehr, wenn du hier Wanderberichte mit so tollen Fotos einstellst. Ich mag die Berge wirklich sehr gerne und wenn ich bei dir so lese, dann kann ich die Bergluft förmlich riechen. Es freut mich, dass du so ein schönes Wochenende hattest. Solche Oasen im Alltag sind unbezahlbar.

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