Montag, 14. November 2011

November-Wandern ...


... auf den letzten Stationen des Ammergauer Meditationsweges von Kloster Ettal bis nach Schloss Linderhof.

Noch etwas frisch ist es, aber ein strahlender, nebelfreier Morgen, als sich 18 Frauen am Samstag um neun Uhr im Innenhof von Kloster Ettal um Norbert, unseren Pilgerbegleiter scharen. Ich hatte schon gedacht, ich wäre weit hergekommen - da habe ich mich geirrt. Es gab einige Frauen aus Ohlstadt, zwei aus Pfaffenhofen an der Ilm, eine aus München, aus Weilheim, aus Bernried (na, da gab es doch gleich reichlich zu plaudern) und sogar aus der Gegend von Ulm waren zwei angereist. Aber auch aus der näheren Umgebung, Oberammergau, Altenau und Bad Kohlgrub gab es Teilnehmerinnen.

Bevor wir loswandern, besichtigen wir die Klosterkirche und bekommen interessante Informationen über die Entstehungsgeschichte und einen Tagesimpuls der "Sehnsucht" heißt. Norbert liest uns eine schöne Geschichte zum Thema vor und wir bekommen einige der Gemälde erklärt.

Natürlich brauchen so viele Damen noch ein Örtchen, dann kann es losgehen. Wir wandern am Waldrand entlang, vorbei an der Ettaler Mühle (auch hier gibt es Geschichtliches zu hören)  bis zu den Ammerquellen.






An einem wunderbaren, sonnigen Plätzchen machen wir eine Atemübung. Die Geräusche der nahen Straße lassen sich ausblenden und man hört das Bächlein plätschern. Schade, dass es doch schon sehr kalt ist, auf dem moosigen Boden wäre es barfuss sicher auch angenehm.


Ab hier wandern wir auf Anregung von Norbert schweigend bis nach Graswang. Automatisch wird das Tempo angezogen.















"Da werden Kräfte frei" meint Norbert, als wir beim Zwölfuhrläuten in den idyllischen kleinen Ort "einmarschieren".


Es ist alles so "aufgeräumt", keine Blumenkästen, die Gärten leer, keine Touristen auf der Straße - der Spätherbst ist für mich eine wunderbare Zeit.

Ein Stückchen weiter kommen wir zur Gertrudiskapelle, ein schöner Platz zur Mittagsrast.


Von hier aus geht es zurück nach Graswang. Welche Freude, als wir am Ortsrand ein kleines "Häuschen für Damen und Herren" entdecken. Norbert wartet ganz geduldig während wir uns auf beide Möglichkeiten verteilen.

Durch den Wald langsam ansteigend nähern wir uns dem Park von Schloss Linderhof. Mit netten Gesprächen vergeht die Zeit doch recht schnell. Und dann sind wir auch schon da:





Noch ein Anstieg ist zu bewältigen und wir haben das Ende des Meditionsweges erreicht. Hier oben im Wald ist noch nichts von Ludwigs Schlösschen zu sehen. Der Endpunkt ist bewusst an einer ruhigen Stelle gewählt. Noch einmal liest uns Norbert einen schönen Text vor und erklärt die Stele, bevor wir in "die Wirklichkeit entlassen" werden.



Im Sommer mit reichlich Blumenschmuck ist das hier alles viel imposanter, aber auch so hat  Schloss Linderhof  seinen Reiz.



Noch ein Blick zurück und dann drängt es uns doch nach einer schönen Tasse Kaffee. Im Schlosshotel lassen wir uns nieder. Als eine der Frauen an unserem Tisch meinte, eine Schultermassage wäre nicht schlecht, zieht eine Andere einen Massageroller aus Plastik aus dem Rucksack. Unter viel Gelächter wird sich nun reihum massiert. Wir alle haben das als sehr wohltuend emfpunden und meinen, dass so ein "Gerät" neben festem Schuhwerk, Regenbekleidung und Brotzeit in die Ausschreibung zur nächsten Wanderung aufgenommen werden sollte.

Per Bus geht es zurück zur Abzweigung Ettaler Mühle und von hier aus entlang der Straße zu Fuß zum Parkplatz. Es wird schon langsam dunkel und ein schöner Tag, der lange in Erinnerung bleiben wird, geht zu Ende.

Kommentare:

  1. Einfach nur schön. Ich mag deine Fotos vom wandern und deine Berichte total gerne. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das macht mir nix :-)
    Schönen Abend und ganz liebe Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Christine, da hätte ich Lust mitzuwandern. Die Bilder sind wunderschön und Deine Beschreibung herrlich. War bestimmt ein schöner Tag. LG Heidi

    AntwortenLöschen