Sonntag, 16. Oktober 2016

Sonntagsfreude - Von Orgel zu Orgel gewandert

Gestern Nachmittag hab ich mich mit meiner Freundin Susanne an einer Orgelwanderung teilgenommen. Abgesehen von der sonntäglichen Orgelmusik beim Gottesdienst bin ich bei dieser Musikrichtung völlig ahnungslos, aber warum nicht einmal etwas entgegen den sonstigen Interessen unternehmen?

Vier Orgeln in vier Kirchen standen auf dem Programm. Wir haben unser Auto Richtung der letzen Kirche abgestellt und sind bei strahlendem Herbstwetter durch die Fußgängerzone zur 1. Station, der Pfarrkirche St. Martin in Garmisch gelaufen. Ein ganz junger Organist spielte - für unsere Ohren - sehr schwere, teilweise bedrohlich anmutende Stücke von Max Reger und Zeitgenossen.


Nur wenig Wanderung ist es dann bis zur Alten Garmischer Kirche gewesen, eine meiner Lieblingskirchen im Umkreis. Hier durften wir Altitalienischer Orgelmusik lauschen, die uns beiden schon um einiges besser gefallen hat. Ein besonderes Stück war "Capriccio spora il Cucu" . Es ist für uns Laien wirklich erstaunlich, welche Töne eine Orgel hervorbringen kann.


Danach ging es über den Partnachuferweg nach Partenkirchen, in die evangelische Johanneskirche. Vor dem nächsten Orgelkonzert gab's im Vorgarten der Kirche bei den letzten Sonnenstrahlen des Nachmittags Kaffee und Kekse. So gestärkt hörten wir Werke Norddeutscher Barockmeister, dargebracht von einer Kirchenmusikerin. Diese Stücke haben mir alle sehr gut gefallen, vor allem ein Präludium von Nicolaus Bruhns, zu dem wir zuvor die Hintergrundgeschichte erzählt bekamen. Ich war schon einmal bei einer Pilgerbegleiterfortbildung in dieser Kirche gewesen, besonders die Deckenkonstruktion finde ich schön, sie hat etwas Beschützendes.


Und weil mir diese evangelische Kirche überhaupt so gut gefällt (ich mag's halt eher schlicht), habe ich noch zwei Fotos mitgebracht




Zur letzten Station, der Wallfahrtskirche St. Anton ging es dann unter wunderschön herbstlich gefärbten Bäumen durch die St. Anton Anlagen bergauf. Zum Abschluß des Tages hörten wir Romantische Orgelmusik, zuerst "Abendfriede", das für mich schönste Stück in diesem Konzertteil. Als letztes hatte sich der dortige Organist auch ein Präludium und Fuge von Max Reger ausgesucht, da hätte ich persönlich die Reihenfolge lieber umgekehrt gehabt.



Auch wenn Orgelkonzerte bestimmt nicht zu meiner Lieblingsmusik werden und ich mich mit manchen Stücken wirklich schwer getan habe, hat mir dieser Nachmittag insgesamt sehr gefallen.

Sonntagsfreude - von Orgel zu Orgel gewandert
Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: 
Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, 
einfach gut tun oder ohne große Erklärung 
schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind :-))
 
Ursprünglich die Idee von Maria vom Kreativberg
jetzt bei Rita auf ihrem Blog Mit Hand und Herz zu finden.


Kommentare:

  1. Für einen Organisten eine eher seltene Gelegenheit sein können zu zelebrieren. Hört sich nach einem abwechslungsreichen Nachmittag an.
    L G Pia

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  2. Auch wenn die Orgelmusik teilweise akustische "schwere Kost" sein mochte, stelle ich mir trotzdem vor dass es mit den Wanderungen von einer zur nächsten Kirche eindrucksvoll war. Ich finde es eine schöne sonntägliche Abwechslung, die nicht alltäglich im Einerlei zu suchen ist.

    Das hätte mir auch gefallen...

    ...danke fürs Zeigen!

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  3. ganz beeindruckende Bilder!
    Großartig.
    LG susa

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